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ANGEKOMMEN

Einige Monate sind vergangen, seit das THEATRIUM im altehrwürdigen, im Jahre 1558 errichteten Marstall des Steinauer Schlosses seine Pforten geöffnet hat (und da fallen gleich am Rande zwei Zahlen auf: sieben Monate, sieben, eine magische Zahl, so recht angemessen in einer Stadt der Märchen, und 1558 - da ließe sich ja heuer ein Fest feiern in unserer auf Jubiläen versessenen Zeit, 460 Jahre immerhin). Der Eröffnung vorausgegangen waren sieben Wochen (schon wieder sieben!), in denen das Haus umgestaltet und für den Neustart fit gemacht wurde. Was nun folgte, war ein Marathon, der für den Außenstehenden kaum vermittelbar ist, es sei denn in Zahlen: insgesamt 158 Vorstellungen standen bis Dezember im Spielpan, darunter in dichter Folge zehn Premieren. Auch auf Gastkünstler musste das geneigte Publikum nicht verzichten; sie trugen insgesamt acht Inszenierungen für Kinder, Familien und Erwachsene bei.

Soweit die Zahlen, die aber noch keinen Eindruck von der Stimmung im Haus geben. Das tut eher das Gästebuch, das von Superlativ - Einträgen überquillt, die man hier unmöglich wiedergeben kann, ohne für eitel gehalten zu werden. Doch, einen vielleicht, vom 29. Juli - es sei "komisch, unterhaltsam und herzerwärmend zugleich" gewesen, steht da geschrieben, und das geht in Ordnung, das könnte fast unser Credo sein.

Auch die schreibende Zunft war uns sehr zugeneigt, so dass wir uns Goethes wenig gewaltfreier Aufforderung "Schlagt ihn tot, den Hund! Es ist ein Rezensent" nicht anschließen können. Unsere Pressemappe wächst beinahe täglich, und wir hatten noch keinen Anlass, einen der über uns geschriebenen Beiträge unter den Teppich zu schieben.

All das (und nun wollen wir die Blumen endlich zurückreichen!) wäre nicht möglich gewesen ohne das wundervolle Publikum, das, teilweise noch mit Skepsis, aber vor allem neugierig unser Haus betrat und bestaunte; das inzwischen einen festen Fankreis bildet und unser Tun aufmerksam verfolgt, und zwar weit über Steinau hinaus bis hin zu Gästen, die aus dem gesamten Bundesgebiet und selbst aus Brasilien, Polen, Italien und Korea zu uns kamen.

Mittlerweile machen zunehmend Kindereinrichtungen und Schulen von der Möglichkeit eines Gruppen-Theaterbesuchs Gebrauch und nehmen damit eine alte Tradition des Steinauer Theaters wieder auf.

Und, last but not least, wollen wir die Freunde erwähnen, die uns hier in Steinau zugewachsen sind, auf die Verlass ist, wenn wir Hilfe brauchen - herzlichen Dank, Ihr alle gebt das Gefühl: wir sind

ANGEKOMMEN.

Damit wäre also die Basis beschrieben, auf der wir weitermachen, mit zunächst (bis Ende April) 60 Vorstellungen, von denen zwölf für Gruppen angeboten werden. In dieser Zeit wird es wieder zwei Premieren (02. und 11. März) und fünf Gastspielproduktionen geben. Der weit überwiegende Teil werden Figurentheater-Aufführungen sein, aber mit dem Gastspiel von Helga Siebert (10. März) und unseren Märchenkabarett-Abenden wird auch die Satire weiter gepflegt.

Schlussendlich sei auf zwei Veranstaltungen (27./28. April) hingewiesen, die anlässlich des "Welttages des Buches" von Kulturschaffenden der Region ausgerichtet werden; der Erlös kommt dem Museum Brüder-Grimm-Haus Steinau zugute - eine Herzensangelegenheit, der wir uns gern anschließen.

Bleiben Sie uns gewogen, seien Sie neugierig - wir freuen uns auf Sie,

Ihr Team des

THEATRIUM  Steinau.

Demnächst bei uns

Der kleine Maulwurf

Donnerstag, 26.4, 10:00 Uhr

Komm, Trost der Nacht, o Nachtigall

Freitag, 27.4, 19:30 Uhr